Nachdem nun alle meine Pakete aus China angekommen sind durfte ich nun feststellen das ich wohl besser alles mit mir in den Flieger genommen hätte. Ich kann auf keinem Fall empfehlen etwas mit der Chinesischen Post zu versenden, denn es ist irgendwie nur ein Teil der Inhalte aus meinen Paketen angekommen. Um es klar zu sagen: Man hat mich ganz einfach beklaut. Die Pakete sind aufgeschnitten worden und alles was irgendwie wertvoll war oder zumindest so aussah ist weg. Eine Vase eines chinesischen Künstlers, die ich zum Geburtstag bekommen hatte, meine PSP, ein handgemachter Teller aus China, ein Abschiedsgeschenk, sogar mein Pulsmesscomputer zum Laufen fehlt. Nur das die Chinesen keine Ahnung hatten, was es eigentlich ist, was sie da in den Händen gehalten haben. Sie haben es wohl für eine Uhr gehalten, denn den dazugehörigen Sender, den man direkt am Körper trägt, haben sie nicht rausgenommen. Somit ist das Ding völlig wertlos. Wahrscheinlich brauchen Pakete aus China deswegen so lange, weil sie ordentlich und in aller Ruhe durchwühlt werden.
Immerhin ist das ganze anschließend wieder ordentlich mit Klebeband von der Chinesischen Post verklebt worden und zwar so sehr, dass ich die Pakete fast gar nicht mehr aufbekommen habe. Somit war der Rest eindeutig vor weiteren Zugriffen geschützt. Immerhin etwas. Aber so wirkliche Dankbarkeit will da irgendwie trotzdem nicht aufkommen.
Raben in China
22:26 · 18 Kommentare
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Arbeiten in China
22:18 · 13 Kommentare
Falls hier jemand zufällig in China arbeiten möchte, gebe ich mal ein paar Infos, auf was man achten sollte, wenn man einen chinesischen Arbeitgeber hat.
1. Gehälter werden oftmals verzögert ausgezahlt. Das hat den Zweck, die Leute im Büro zu halten, denn Chinesen sind oft sehr wechselhaft, wenn es um den Job geht. Außerdem werden jährliche Bonuszahlungen ausgegeben, um die Mitarbeiter zu motivieren, eine konstante Leistung zu erbringen. Diese Bonuszahlungen gibt es eigentlich vor dem Chinesischen Neujahr. Sie wird aber auch gerne mal nach dem Neujahrsfest ausgegeben, um sicherzustellen das die Mitarbeiter auch wirklich wieder zurück in die Fabrikoder das Büro kommen und sich nicht eine andere Firma suchen.
2. Ein Gehalt umfasst in China nicht nur die Bezahlung an sich, sondern auch die Bereitstellung von Mittag und Abendbrot. Das Essen wird in einem kleineren Büro in der Regel von eine Hausfrau zubereitet, die auch gleich noch das Büro putzt. Am Anfang meiner Aufenthaltes bin auch ich in den Genuss dieser Hausmannskost gekommen, die täglich geliefert wurde. Nach einer Woche hat man eine erste unschöne Vorahnung, die sich leider nach der zweiten Woche bestätigt. Das Essen sieht immer gleich aus und schmeckt auch so. Ob grün, braun, dunkelrot, Fisch oder Fleisch, alles schmeckt identisch. Auch der Wechsel der Hausfrau konnte leider keine merkliche Geschmacksverbesserung oder fröhlichere Farben der Gerichte herbeiführen. Das ist ein krasser Gegensatz zu dem was man eigentlich an Köstlichkeiten in Restaurants bekommen kann, ist aber wohl auf das geringe Budget zurück zuführen, welches vom Arbeitgeber für das Essen bereitgestellt wird.
3. Die Bereitstellung einer Unterkunft gehört in China ebenfalls zur Bezahlung dazu. In gehobeneren Positionen kann dies ein eigenes Apartment sein. Als junger Angestellter oder Mitarbeiter in der Gastronomie eher ein Zimmer in einer Wohnung und als Wanderarbeiter, der sich sein Geld auf einer Baustelle verdient, sollte man eher davon ausgehen, dass man sich einen Raum mit 7 anderen Bewohner teilt.
4. Während der Arbeitszeit gibt es in der Regel zwei Stunden Mittagspause. Die wird zum Essen und zum Schlafen genutzt. Von 12:30 bis 14:00 Uhr wird normalerweise das Licht ausgeschaltet. Es macht daher also durchaus Sinn, sich, so wie es viele Chinesen machen, ein eigenes Klappbett für das Büro zuzulegen.
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Nachsitzen in China
03:57 · 7 Kommentare
Da hatte ich mir alles so schön vorgestellt: Freitagnacht Abflug von Hongkong und am Freitagmittag Ankunft in Wien. Dann die Stadt erkunden, ein iPhone kaufen gehen, das ja dort seit 2 Tagen erhältlich ist und auch noch einen besseren Vertrag bietet als in Deutschland. Einfach schön eingewöhnen, Wiener Schnitzel und Sachertorte essen, eine Runde mit dem Riesenrad drehen und auf das freuen, was auf mich zukommt.
Der aufmerksame Leser, der eventuell auch noch Ahnung vom Zeitunterschied zwischen China und Österreich hat, wird sofort feststellen das im ersten Satz etwas nicht funktionieren kann. Das habe ich dann gestern auch festgestellt, als man mir bei einchecken mitgeteilt hat, das ich einen Tag zu spät bin. Freitag 00:35 ist nunmal nicht Freitagnacht, sondern Freitagmorgen. Das habe ich jetzt auch endgültig begriffen. Ich frage mich, ob es wohl mein Unterbewusstsein ist, welches mich nicht aus China gehen lassen will. Bisher war ich so im Stress, dass ich mir irgendwie nicht viele Gedanken über den Wechsel nach Wien machen konnte. Aber diese Zeit habe ich nun zu genüge. 24 Stunden Wartezeit am Flughafen sind eine gute Gelegenheit, sich mal über viele Dinge Gedanken zu machen. Und um mal wieder die Zeit zu finden im Blog zu schreiben.
Wie das immer so ist, wenn es auf das Ende einer Sache zugeht, wünscht man sich, man hätte mehr gemacht. Mehr reisen sollen, mehr Chinesisch lernen sollen, mehr Fotos machen sollen. Mit der Gewissheit im Hinterkopf das man gehen wird, scheint plötzlich auch alles viel besser zu klappen als vorher. Auch die Dinge die einen gestört haben sind nun plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Schon komisch, das Dinge im Nachhinein immer angenehmer scheinen. Ich habe die Zeit in China aber auf jeden Fall genossen und kann nur jedem empfehlen sich das mal zu gönnen und sich einen Überblick über Land und Leute zu verschaffen.
Aber bitte daran denken, den Rückflug so zu legen das man ihn auch wirklich wahrnehmen kann. Ansonsten wird China doch noch zu einer Nerven aufreibenden Angelegenheit.
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Brot für China
04:53 · 13 Kommentare
Was ich hier in China wirklich vermisse ist richtig gutes Brot. So mit Körnern drin. Und dunkel braun. Duftend. Hmm…lecker. Was man hier als Brot angedreht bekommt ist eigentlich eine Beleidigung für jeden, der das Bäckereihandwerk gelernt hat. Chinesisches Brot ist eine Super-Duper-Light-Version von Weißbrot. Wenn man eines dieser “Brote” zwischen seinen Händen zusammen drücken würde, könnte man es anschließend locker in einen Fingerhut stecken. Die Dinger bestehen eigentlich nur aus farbiger Luft. Darum muss man auch, wenn man beim Bäcker ein Brot gekauft hat, anschließend gut aufpassen, das es einem draußen nicht beim ersten Windstoß davon fliegt. Und um den ganzen noch eines drauf zu setzen, schneiden einige Chinesen die wirklich weiche Kruste auch noch ab, weil sie ihnen zu hart ist. Und bringt man denen mal ein importiertes Schwarzbrot mit, welches man bei den Preisen, zu denen ein paar Geschäfte es hier verkaufen, auch durchaus als schwarzes Gold bezeichnen könnte, muss man sich tatsächlich anhören, dass deutsches Brot zum Essen zu hart sei. Und das von Menschen, die nichts lieber tun als Knorpel zu essen und auf Knochen rum zu kauen. Versteh einer die Chinesen.
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